Ich bin immer sehr dafür, dass die Menschen einen Eyecatcher in ihrer Wohnung haben. Darum kann man meinen Nebenjob wohl als Möbelscout bezeichnen. Worum geht’s dabei? Einfach darum, dass mir potenzielle Kunden sagen, dass beispielsweise ein Sessel oder von mir aus Designerleuchten in der Wohnung fehlen. Anschließend mache ich mir ein Bild von der Wohnung – nahe meinem Wohnort persönlich, ansonsten per Foto oder Spesenzahlung.
Wie viel Geld die Menschen für ihre Designermöbel höchstens ausgeben wollen und was sie sich in etwa vorstellen, wird mir preisgegeben. Anschließend begebe ich mich auf die Suche nach Designerleuchten oder Designermöbel. Ein spannender Job; zumal die meisten Menschen als Überraschung gar nicht vorher wissen wollen, welches Möbel sie bekommen.
Mein Honorar richtet sich nicht nach dem Kaufpreis, sondern nach der Stundenanzahl. Ansonsten würde ich mir selbst ein Ei legen. So gibt es preiswertere Designermöbel, die aber mit erheblicher Suche verbunden sind. Ein Honorar nach Kaufpreis wäre nicht angebracht.
Neulich hatte ich den Fall andersherum: Designerleuchten, bei denen ich selbst mich fragen musste, womit der enorm teure Preis gerechtfertigt wird, weil diese Designleuchten wirklich nicht schön waren, habe ich innerhalb von zwei Stunden gefunden. Eine Anrechnung auf den Kaufpreis hätte sich wirklich gelohnt; da bin ich mit meinem Stundensatz schlechter gefahren.
Aber nichtsdestotrotz ist der Job wirklich mehr als interessant! Zumal ich mittlerweile fast soweit bin, dass ich diesen Nebenjob zum Hauptberuf mache. Bedarf ist locker da – und ein großes Angebot an Designermöbel und Designerleuchten gibt’s auch, sodass ich bisher jeden Kundenwunsch zu vollster Zufriedenheit erfüllen konnte!



