Die Initiative Refluxkinder wurde von Carolin Scheffler, Mutter eines ehemals Reflux erkrankten Kindes, gegründet. Aus eigener Erfahrung um die Schwierigkeiten einer richtigen Diagnose dieser als selten geltenden Krankheit im Säuglings- und Kindesalter wissend und der Wunsch vieler betroffener Eltern nach Austausch und Information hat sie nach vollkommender Heilung ihres Sohnes dazu motiviert, ihr Wissen über den Verlauf der Krankheit an andere Familien weiter zu geben.
Entstehen soll ein Informationsnetzwerk für Eltern sowie für Ärzte und Organisationen um den Umgang mit der Krankheit zu verbessern und die Möglichkeiten von Diagnosen und Therapien effizienter zu machen. Erkenntnisse aus der Diagnostik und Behandlung des gastroösophagealen Refluxes sowie persönliche Erfahrungsberichte sollen mehr Einblick geben in ein, in Deutschland noch weitgehend unbekanntes, aber ernst zu nehmendes Krankheitsbild geben.
Der krankhafte (pathologische) gastroösophageale Reflux ist ein unwillkürliches Zurückfließen von Nahrung oder Flüssigkeit in die Speiseröhre über eine bestimmte Zeitdauer hinaus. Beschwerden bei Babies und Kleinkindern können in Form von vermehrtem Spucken oder Erbrechen, Nahrungsverweigerung und Schlafstörungen auftreten. Nicht selten führt dies zu den Komplikationen wie u.a. Apnoe, Aspiration, Bronchitis, Lungenentzündung und Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut (Ösophagitis).
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Laut einer Studie von Prof. Dr. R. Behrens an der Klinik für Kinder und Jugendliche des Klinikums Nürnberg Süd aus dem Jahr 2006, liegt die Häufigkeit der an pathologischem gastroösophagealen Reflux erkrankten Säuglingen zwischen 1:300 und 1:1000 und für Kleinkinder zwischen 1:1000 und 1:3000.
Aufgrund der niedrigen Zahl der Erkrankungen und der vielfältigen, oft missinterpretierten Symptome, ist das Erkennen und Definieren des krankhaften gastroösophagealen Refluxes schwierig. Hier ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Reflux Problematik erforderlich um die systematische Erkennung von Risikokindern zu fördern und die Prävention von Komplikationen zu optimieren.



